Corona ist nicht nur die Geschichte eines Virus, dessen Existenz noch nicht gesichert ist – es wurde nämlich immer noch nicht isoliert. Corona ist auch nicht nur die Geschichte von gut gestellten Leuten, die der Menschheit einen Reset aufzwingen wollen.
Corona ist auch die Geschichte eines tiefgreifenden Kulturwandels zum Positiven. Und da zeigen sich erste vielversprechende Signale.
Gestern war ich in einer Runde von acht Leuten, ausser mir kein expliziter «Kritiker», sondern eine bunte Mischung von Geimpften und Ungeimpften aus der Mitte der Gesellschaft. Wir sprachen über dies und das und lachten viel – fast so, wie es auf unserer Seite des Corona-Grabens bereits üblich ist.
Um ein Uhr verabschiedeten wir uns. Und da geschah das Erstaunliche: Alle, die sich bis jetzt nur die Hand gaben oder sie zum Gruss erhoben, umarmten sich.
Kein Küsschen links und rechts, sondern eine echte, warmherzige Umarmung.
Der Gruss, der sich «unter uns» bereits etabliert hat, beginnt also Schule zu machen.
Die Menschen beginnen nicht nur, die verordnete soziale Distanz zu
überwinden. Sie gehen über das hinaus, was vor Corona üblich war.
Niemand hat es befohlen, niemand hat es vorgemacht, es ist einfach da. Und wenn es da ist und wahrgenommen wird, dann kann es wachsen.
Etwas hat mich aber auch nachdenklich gemacht. Ein
Teilnehmer der Runde, der auf Facebook einen Polizeieinsatz gutgeheissen
hat, las mir die nicht zitierfähige Antwort eines Corona-Kritikers vor.
Auch wenn wir uns dies von der anderen Seite gewohnt sind, gibt uns dies kein Recht, mit gleicher Münze zurückzuzahlen.
Wenn wir die Spaltung bedauern, so muss es doch unsere erste Pflicht
sein, sie zunächst nicht weiter zu betreiben, und sie dann aktiv zu
überwinden.